Milchstau

Einen Milchstau erkennen und richtig behandeln

Ein Milchstau kann zu jedem Zeitpunkt in der Stillbeziehung auftauchen. Sofortige Reaktion und beseitigen der Ursache, bewirkt schnell Linderung.

Ein Milchstau ist kein Grund abzustillen, dies ist sogar kontraproduktiv.

Ursachen

  • Stress, Müdigkeit, Überforderung, Schmerzen
  • Inadäquate Entleerung der Brust
  • Fehlende oder mangelnde Oxytocinausschüttung
  • Überhäuteter Milchgang
  • Zu enger BH / Tragetuch / Trage
  • Ungewohnt langer Stillabstand
  • Stoßeinwirkung
  • Zu kurzes Zungenband

Anzeichen

  • Rötung
  • Knoten
  • Empfindliche Stellen
  • Eventuell Fieber

Prävention

  • Optimale Entleerung, verschiedene Stillpositionen, korrektes Anlegen
  • Stillen nach Bedarf (damit ist auch der Bedarf der Mutter gemeint), bei den ersten Stillanzeichen anlegen
  • Stress vermeiden
  • Gut sitzende Still BHs

Therapie

  • Stress minimieren/vermeiden, ausruhen
  • Häufiges Anlegen oder entleeren der Brust
  • Das Kinn des Kindes in die Richtung der harten Stelle anlegen (diese wird somit ausmassiert)
  • Milchfluss fördern (vorher ca 5 Minuten wärmen, zarte Brustmassage – CAVE – es darf nicht weh tun – Verletzungsgefahr und nur wenn keine Infektion vorliegt wärmen)
  • Nach dem Stillen kühlen (20 Minuten, nicht zu kalt)
  • Nach Durstgefühl trinken
  • Im Vierfüßlerstand anlegen (die Schwerkraft wirkt somit unterstützend), wechselnde Anlegepositionen je nach Bedarf

Bei rezidivierenden Milchstaus, empfehle ich eine Abklärung der Ursache. Nicht optimal Angelegt? Werden zu viele Milchprodukte und tierische Fette über die Nahrung aufgenommen? Hat das Kind anatomische Ursachen (zB ein zu kurzes Zungenband) für eine ineffektive Entleerung? … . Scheue dich nicht mich zu kontaktieren wir schauen nach der Ursache und finden gemeinsam eine Lösung.

Eine deutliche Besserung sollte nach 24h ersichtlich sein, spätestens nach 48h; wenn nicht, oder Fieber hinzukommt kontaktiere deine Stillberaterin und Arzt.

Hast du zusätzlich grippeähnliche Symptome oder/und hohes Fieber, hast du eine Mastitis. Lese dazu Mastitis – Was nun?